Still Dreaming (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade) Joshua Redman

Cover Still Dreaming (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)

Album Info

Album Veröffentlichung:
2018

HRA-Veröffentlichung:
24.05.2018

Label: Nonesuch

Genre: Jazz

Subgenre: Contemporary Jazz

Interpret: Joshua Redman

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • 1New Year (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)06:37
  • 2Unanimity (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)05:09
  • 3Haze And Aspirations (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)05:58
  • 4It's Not The Same (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)02:46
  • 5Blues For Charlie (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)06:50
  • 6Playing (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)03:17
  • 7Comme Il Faut (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)03:27
  • 8The Rest (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)05:56
  • Total Runtime40:00

Info zu Still Dreaming (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)

Nostalgie ist nicht unbedingt das, was der Jazz braucht. Wenn sich der Blick in die Vergangenheit allerdings mit dem Bedürfnis verknüpft, ihr durch Persönlichkeit Gegenwart abzutrotzen, ist das etwas anderes. Dann wird aus der Erinnerung ein Projekt wie „Still Dreaming“, das Vater und Sohn, Vorbild und Wirkung, Idee und Perspektive verbindet. Denn für das Album stand ein Quartett Pate, das 1977 mit dem Album „Old And New Dreams“ den Aufbruchsgeist der frühen Sechziger mit dem Formbedürfnis der Siebziger verband. Der Tenorsaxofonist Dewey Redman hatte sich damals mit dem Trompeter Don Cherry, dem Bassisten Charlie Haden und dem Schlagzeuger Ed Blackwell zusammengetan und im Geiste Ornette Colemans mit dem Konzept konstruktiver musikalischer Freiheit experimentiert. Es waren kompakte, präsente Aufnahmen, berstend vor Energie, die mit einer Prise Humor den Blick von der überhitzen Offenheit der Free Ära auf deren durchaus wieder motivisch arbeitendes Erbe richteten.

Joshua Redman war schon als junger Saxofonist von dem Album seines Vaters beeindruckt. Der Zeitung Boston Globe erzählte er enthusiastisch: „Die Musiker waren in der Lage, gleichzeitig sehr frei, abstrakt und kantig zu spielen. Auf der anderen Seite hörte man aber auch eine Folk-Qualität, ganz gleich, ob es sich nun um Beziehungen zum Blues, zu afrikanischer Musik oder sehr kraftvollen, einfachen Melodien handelte. Ihre Musik hatte Verwundbarkeit und ergreifende Poesie. Diese Balance war etwas sehr Spezielles. Es ist jetzt nicht unsere Aufgabe, in die Vergangenheit zurückzugehen und ein wenig vom Goldenen Zeitalter zu erhaschen. Ich hoffe vielmehr, dass diese Band eine Menge eigene Zukunft vor sich hat.“ Damit das Verhältnis von damals, heute und morgen auch tatsächlich eine Chance bekommt, wählte Joshua Redman seine Mitstreiter sehr bewusst aus. „Ich hatte eine klare Vorstellung davon, dass diese Band aus Ron Miles, Scott Colley, Brian Blade und mir bestehen müsste. Jeder von uns hat eine besondere Beziehung zu dem jeweils korrespondierenden Musiker auf ‚Old And New Dreams‘. Blade ist wie Blackwell aus Louisiana, Colley war ein Student von Charlie Haden und Miles war lange von Don Cherrys Spielweise beeinflusst“.

Für Joshua Redman wiederum war sein Vater Dewey ein prägender musikalischer Einfluss. Geboren 1969 in Kalifornien und zunächst ausgebildet an der Harvard University, zog es den Newcomer 1991 nach New York, wo er sich mit immenser Geschwindigkeit als prägende neue Kraft des Tenor- und Sopransaxofons etablierte. Zum einen traf man ihn bald im Umfeld von Charlie Haden, Elvin Jones oder Jack DeJohnette, auf der anderen Seite hörte man ihn in Bands anderer Senkrechtstarter seiner Generation wie Brad Mehldau oder Roy Hargrove. Immer wieder kreuzten sich nun auch die Wege mit denen seines Vaters, etwa auf dem Album „Choices“ (1992), auch wenn sich Joshua Redman eher in der Tradition von Sonny Rollins oder Wayne Shorter sah. Ungemein produktiv und umtriebig war er im Anschluss an sein selbstbetiteltes Debüt-Album 1993 mal Teil, mal Initiator von zahlreichen Projekten wie verschiedenen Trios und Quartetten, dem SF Jazz Collective und sogar rockmusikalischer Gastspiele wie etwa bei Umphrey’s McGee oder den Louisiana Gator Boys.

Mitte des vergangenen Jahrzehnts unterschrieb Joshua Redman seinen Vertrag bei Nonesuch, startete die Zusammenarbeit mit dem Grammy-nominierten Album „Momentum“ (2005) und hält sich seitdem mit großartigen Aufnahmen wie unlängst dem Duo mit Brad Mehldau „Nearness“ (2016) im Gespräch. „Still Dreaming“ hat daher viel Potential, sich zu einem zentralen Impuls sowohl in Redmans Discographie wie auch im laufenden Jazzjahr zu entwickeln. Denn es treffen viele Voraussetzungen zusammen. Da ist ein herausragendes Quartett, das vier wesentliche Musiker der gegenwärtigen Musikszene zusammenführt. Es spielt ein Programm mit acht neuen Kompositionen überwiegend aus Redmans Feder, denen das Kunststück gelingt, sowohl stilistisch an eine Ära überbordender Kreativität anzuknüpfen, als auch deren Energie und Schaffenslust weiterzuführen. Der Sound des Albums klingt in sich rund, in der Balance der präsent gemischten Studioaufnahmen, wie auch im Miteinander der musikalischen Charaktere. „Still Dreaming“ ist somit eine Art Zwischenresümee aktueller Gestaltungsideen des Jazz. Denn die Spielstile von Redman, Miles, Colley und Blade bringen Offenheit und Kompetenz, Witz und Abstraktionsvermögen zusammen, auf der Basis eines Traditionsverständnisses, das die Vergangenheit nicht als Norm, sondern als Inspiration für die Zukunft versteht.

"Das ist verankerte Jazz-Moderne, so unbeschwert wie anspruchsvoll." (stereoplay)

Joshua Redman, Saxophon
Ron Miles, Trompete
Scott Colley, Bass
Brian Blade, Schlagzeug



Joshua Redman
is one of the most acclaimed and charismatic jazz artists to have emerged in the decade of the 1990s. Born in Berkeley, California, he is the son of legendary saxophonist Dewey Redman and dancer Renee Shedroff. He was exposed at an early age to a variety of musics (jazz, classical, rock, soul, Indian, Indonesian, Middle-Eastern, African) and instruments (recorder, piano, guitar, gatham, gamelan), and began playing clarinet at age nine before switching to what became his primary instrument, the tenor saxophone, one year later. The early influences of John Coltrane, Ornette Coleman, Cannonball Adderley and his father, Dewey Redman, as well as The Beatles, Aretha Franklin, the Temptations, Earth, Wind and Fire, Prince, The Police and Led Zeppelin drew Joshua more deeply into music. But although Joshua loved playing the saxophone and was a dedicated member of the award-winning Berkeley High School Jazz Ensemble and Combo from 1983-86, academics were always his first priority, and he never seriously considered becoming a professional musician.

In 1991 Redman graduated from Harvard College summa cum laude, Phi Beta Kappa with a B.A. in Social Studies. He had already been accepted by Yale Law School, but deferred entrance for what he believed was only going to be one year. Some of his friends (former students at the Berklee College of Music whom Joshua had met while in Boston) had recently relocated to Brooklyn, and they were looking for another housemate to help with the rent. Redman accepted their invitation to move in, and almost immediately he found himself immersed in the New York jazz scene. He began jamming and gigging regularly with some of the leading jazz musicians of his generation: Peter Bernstein, Larry Goldings, Kevin Hays, Roy Hargrove, Geoff Keezer, Leon Parker, Jorge Rossy and Mark Turner (to name just a few). In November of that year, five months after moving to New York, Redman was named the winner of the prestigious Thelonious Monk International Saxophone Competition. This was only one of the more visible highlights from a year that saw Redman beginning to tour and record with jazz masters such as his father, Jack DeJohnette, Charlie Haden, Elvin Jones, Joe Lovano, Pat Metheny, Paul Motian, and Clark Terry. For Joshua, this was a period of tremendous growth, invaluable experience and endless inspiration. Visit: http://www.joshuaredman.com/bio

Brad Mehldau
Jazz pianist Brad Mehldau has recorded and performed extensively since the early 1990s. Mehldau’s most consistent output over the years has taken place in the trio format. Starting in 1996, his group released a series of five records on Warner Bros. entitled The Art of the Trio (recently re-packaged and re-released as a 5-Disc box set by Nonesuch in late 2011). During that same period, Mehldau also released a solo piano recording entitled Elegiac Cycle, and a record called Places that included both solo piano and trio songs. Elegiac Cycle and Places might be called “concept” albums made up exclusively of original material with central themes that hover over the compositions. Other Mehldau recordings include Largo, a collaborative effort with the innovative musician and producer Jon Brion, and Anything Goes—a trio outing with bassist Larry Grenadier and drummer Jorge Rossy.

His first record for Nonesuch, Brad Mehldau Live in Tokyo, was released in September 2004. After ten rewarding years with Rossy playing in Mehldau’s regular trio, drummer Jeff Ballard joined the band in 2005. The label released its first album from the Brad Mehldau Trio—Day is Done—on September 27, 2005. An exciting double live trio recording entitled Brad Mehldau Trio Live was released on March 25th, 2008 (Nonesuch) to critical acclaim. On March 16, 2010 Nonesuch released a double-disc of original work entitled Highway Rider, the highly anticipated follow up to Largo. The album was Mehldau’s second collaboration with renowned producer Jon Brion and featured performances by Mehldau’s trio—drummer Jeff Ballard and bassist Larry Grenadier—as well as percussionist Matt Chamberlain, saxophonist Joshua Redman, and a chamber orchestra led by Dan Coleman. In 2011 Nonesuch released Live in Marciac – a two CD release with a companion DVD of the 2006 performance, and Modern Music, a collaboration between pianists Brad Mehldau and Kevin Hays and composer/arranger Patrick Zimmerli. In 2012 Nonesuch released an album of original songs from the Brad Mehldau Trio – Ode - the first from the trio since 2008’s live Village Vanguard disc and the first studio trio recording since 2005’s Day is Done. Ode went on to garner a Grammy-Nomination. Nonesuch released the Brad Mehldau Trio’s Where Do You Start, a companion disc to the critically acclaimed Ode, in the fall of 2012. Whereas Ode featured 11 songs composed by Mehldau, Where Do You Start comprises the Trio’s interpretations of 10 tunes by other composers, along with one Mehldau original. In 2013 Mehldau produced and performed on Walking Shadows, the acclaimed Nonesuch release from Joshua Redman. 2013 also saw a number of collaborative tours including a duo tour with mandolin virtuoso Chris Thile, piano duets with Kevin Hays and a new electric project with prodigious drummer Mark Guiliana entitled “Mehliana.” Mehliana: Taming the Dragon, the debut release by Mehliana, was released to critical acclaim in early 2014. Visit: http://www.bradmehldau.com/brad/

Booklet für Still Dreaming (feat. Ron Miles, Scott Colley & Brian Blade)

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