Album Info

Album Veröffentlichung:
2018

HRA-Veröffentlichung:
02.02.2018

Label: Ozella

Genre: Jazz

Subgenre: Contemporary Jazz

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 96 $ 12,80
  • 1Dis 03:56
  • 2Take another five04:28
  • 3Winterland 07:17
  • 4Moster 03:24
  • 5Music box 02:53
  • 6Rafferty 05:37
  • 7We hide and seek 04:36
  • 8Hummingbird06:41
  • 9Almost on my own (Bonus Track)05:22
  • 10Hymn (Bonus Track)05:24
  • Total Runtime49:38

Info zu Hummingbird

Es sind genau 7644,27 km von Oslo nach Paris, Texas. Doch wenn Helge Lien und Knut Hem zu ihren Instrumenten greifen, fühlt es sich an wie ein Katzensprung. Mit einer einzigartigen Mischung aus Jazz und Bluegrass zeigen die beiden Ausnahmemusiker die verblüffenden Ähnlichkeiten und sich anziehenden Gegensätze zwischen zwei scheinbar widersprüchlichen Welten auf: Der stillen Melancholie der Fjorde und der endlosen Einsamkeit der Canyons; der klirrenden Kälte des norwegischen Hinterlandes und der glühenden Freiheit der amerikanischen Highways.

Bezüge zu Wim Wenders und Ry Cooder sind rein zufällig. Und doch passt der Begriff „Cinematic Americana“ hier ganz vorzüglich. Denn schon nach den ersten Takten stellen sich beim Hörer epische Bilder ein, evoziert die Musik ein Gefühl von Weite, von akustischen Kinoleinwänden für große Emotionen. Und das trotz der so minimalen Kombination aus Dobro und Klavier, von der man aufgrund ihrer spröden Schlichtheit eher intime Folk-Sessions auf der heimischen Veranda erwarten würde.

Eine maßgebliche Rolle für diesen Sound spielt zudem Knut Hem's Weissenborn, eine in den 30er Jahren von dem in den USA lebenden Instrumentenbauer Hermann Weissenborn entwickelte Lapsteel-Guitar, deren hohler Hals ihr einen unvergleichlich brillanten Resonanzkörper verleiht.

Nur wenige tausend Original-Weissenborns wurden gebaut, doch hält sich der Kult um die Gitarre bis heute und hat eine ganz eigene Fan-Gemeinde, spezialisierte Webseiten sowie eine neue Generation von leidenschaftlichen Herstellern hervorgerufen.

Als einer der weltweit führenden Spezialisten kitzelt Hem aus seiner Weissenborn alle Nuancen heraus, einschließlich glasklar flirrender Obertöne und sanft schnarrender Saiten. Dabei wird der ansonsten als Leader seines mitreißenden Trios agierende Lien augenscheinlich zum Begleiter degradiert. Doch trügt der Schein. Denn es sind gerade die Passagen, in denen das Klavier kurzzeitig die Führung übernimmt, beispielsweise in dem entrückten Mittelteil des epischen „Winterland“, in denen „Hummingbird“ seine filmischen Qualitäten gewinnt und wahrhaft abhebt.

In diesen Augenblicken wird der transatlantisch-kulturelle Brückenschlag am offensichtlichsten.

Ist also Knut Hem der amerikanische Pol in diesem Duo und Helge Lien der Vertreter nordisch-norwegischer Kühle? Das wäre dann wohl doch zu einfach gedacht. Es mögen viele tausend Kilometer zwischen Oslo und Paris, Texas liegen. Doch zwischen die Interaktion dieser Musiker passt kein Blatt.

"... eine Musik, die Weite, Wärme und musikalische Reife miteinander verbindet." (Jazzthing)

Helge Lien, C. Bechstein C-234-Flügel
Knut Hem, Dobro, Weissenborn

Mastering durch Hans-Jörg Maucksch, Pauler Acoustics




Helge Lien
ist ein norwegischer Jazz-Pianist und Komponist, der regelmäßig mit seinem eigenen Trio, aber auch mit anderen bekannten Jazzern wie der Sängerin Silje Nergaard auftritt. Helge Lien (Jahrgang 1975) ist in Hedmark geboren und aufgewachsen. Er tourt regelmäßig mit seinem eigenen "Helge Lien Trio" durch die ganze Welt und hat seit 2001 insgesamt sieben CDs aufgenommen. Für das Album "Hello Troll" erhielt das Trio 2008 den Grammy Award. Zudem ist Helge Teil weiterer Projekte mit Sängern und Instrumentalisten.Helge Lien ist Preisträger des Kongsberg Jazz Festival Musiker Store Preises (2008) und gewann den "Hansa-Preis" bei Night Jazz in Bergen. Derzeit arbeitet er intensive mit Maria Roggen als Duo LiveLien zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand erst kürzlich eine Debut-CD.Seine Solo-CD "Kattenslager" ist auf einem C. Bechstein Flügel C 234 aufgenommen.

Knut Hem
Knut gilt wohl als einer der versiertesten Dobro- und Weissenborn-Spieler in unseren europäischen Breitengraden. Im Jahr 2005 erhielten „The Respatexans“, eine der vielen Bands, in denen Knut mitwirkte, einen Grammy-Award für ihr Album „Shine On“ in der Kategorie „Bestes Country-Album“, im Jahre 2007 wurde das aktuelle Album der Blues Grass Boys „The Blue Blue Grass Of Home“ für einen Grammy nominiert. Sowohl als Frontman als auch als Sideman ist Knut in unzähligen Bands in Norwegen vertreten. Auch eine der gemeinsamen Aufnahmen von Nane & Knut erhielt bereits einen Preis. Die Internet-Plattform „Weissenborn Exchange Information“ kürte das Beatles Cover „Here Comes The Sun“ zum „Best Weissenborn Cover 2016“.

Dieses Album enthält kein Booklet

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