Cover For 2 Akis

Album Info

Album Veröffentlichung:
2018

HRA-Veröffentlichung:
16.02.2018

Label: ECM Records

Genre: Jazz

Subgenre: Contemporary Jazz

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • 1Hoshi Meguri No Uta05:03
  • 2Silent Chaos04:40
  • 3Ai San San05:43
  • 4For 2 Akis02:59
  • 5The Light Suite07:12
  • 6No Goodbye04:57
  • 7Spectacular03:35
  • 8Mangetsu No Yube03:32
  • 9Émeraude05:21
  • 10When The Day Is Done04:47
  • 11Hoshi Meguri No Uta (Variation)04:06
  • Total Runtime51:55

Info zu For 2 Akis

"For 2 Akis" ist das ECM-Debüt eines japanisch-französisch-deutschen Trios, das über einen ganz eigenen lyrischen Sound verfügt, der aber deutlich die fernöstliche Handschrift seines Bandleaders trägt.

Schlagzeuger Shinya Fukumori, der auch der Hauptkomponist der Band ist, erweist sich hier gleich auf mehreren Ebenen als phantasievoller Melodiker. Sein feines Gespür für Klangfarben, Details und Räume prägt auch die Farbfelder seiner frei fließenden Balladen sowie seiner Adaptionen und Arrangements von japanischen Liedern. Die Weiträumigkeit der Musik nutzen Fukumoris Spielpartner hervorragend zur eigenen Entfaltung. Saxophonist Matthieu Bordenave hat einen trügerisch fragilen Ton, der aber auch eine beachtliche emotionale Wucht entwickeln kann.

Pianist Walter Lang entpuppt sich als subtil agierender Mitspieler, der den Kontext stets geduldig unterstützt. Gemeinsam haben diese drei Musiker hier etwas wirklich Besonderes und Neues geschaffen.

Shinya Fukumori, 1984 in Osaka geboren, spielte Geige, Klavier und Gitarre, bevor er sich mit 15 dem Schlagzeug zuwandte. Zwei Jahre später zog er in die USA, studierte am Brookhaven College und der University of Texas in Arlington, um seine formale musikalische Ausbildung dann am Berklee College in Boston mit Magna Cum Laude abzuschließen. Nachdem er sich eine Zeit lang intensiv dem traditionelleren Jazz gewidmet und eine Reihe von Bigbands befeuert hatte, sehnte er sich laut eigenem Bekenntnis nach "etwas Fließenderem. Ich wollte mehr Dialoge." Die Auseinandersetzung mit Keith Jarretts "My Song" weckte sein Interesse für ECM-Aufnahmen und die verschiedenen europäischen Improvisationsansätze. Besonders inspirierend fand er Ketil Bjørnstads "The Sea" und Eberhard Webers "Silent Feet". Entschlossen, eines Tages selbst für das Label aufzunehmen und mit Manfred Eicher zusammenzuarbeiten, entschied er sich nach München zu ziehen, "ohne irgendjemanden in Europa zu kennen".

Um sich auf den Schritt vorzubereiten, ging er aber erst einmal für eine Weile nach Osaka zurück, wo ihn die "zwei Akis" des Titelstücks in seinem Vorhaben bestärkten. Er lernte die beiden im Interplay 8 kennen, einem traditionsreichen Jazzclub, der einst dem jungen Yosuke Yamashita Unterschlupf gewährt hatte, als ihm kaum jemand anders Auftrittsmöglichkeiten bot. "Sie glaubten an mich und meine Musik und kümmerten sich um mich, bis ich nach Europa aufbrach", erzählt Shinya Fukumori. "‘For 2 Akis’ war eine der ersten Rubato-Kompositionen, die ich geschrieben habe, und auch eines der ersten Stücke, die das Trio gespielt hat. Wir glauben, dass es die Band wirklich repräsentiert."

In Osaka hörte Shinya auch zum ersten Mal Walter Lang, als der schwäbische Pianist dort mit seinem eigenen Trio auftrat. "Walter ist in Japan kein Unbekannter, und so ging ich zu seinem Konzert und verliebte mich in die einfachen, aber starken und einzigartigen Melodien, die er spielt."

Bei einer Jamsession in München spielte Shinya dann später mit dem französischen Saxophonisten Matthieu Bordenave: "Ich liebte seinen Ton, und wir entwickelten schnell eine sehr enge musikalische Beziehung. Sein Ansatz und sein Spiel gibt einem das Gefühl, als ob man auf einem Fluss dahintreibt. Walter und Matthieu schätzen die japanische Kultur sehr, und ihre Unterstützung gibt mir viel Vertrauen in die Musik." Jeder einzelne der Musiker trägt mit fein gesponnenen Stücken zum Trio-Repertoire bei. Doch auf "For 2 Akis" präsentiert Shinya auch japanische Stücke der Shōwa-Ära (1926-89), die in ihm besondere Erinnerungen wachrufen: "Eine der wichtigsten Musikformen dieser Zeit war Shōwa Kayō, die Folk/Pop-Musik der Shōwa-Ära. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Land sehr arm war, sangen die Menschen Volkslieder - manchmal, um ihre Situation zu vergessen oder um sie zu beweinen. Musik war ein Weg, um der Realität zu entfliehen, aber gleichzeitig auch, um sich ihrer bewusst zu sein. Obwohl diese Musik völlig anders klingt, hat sie die Leute meines Erachtens so beeinflusst wie es der Blues in den USA tat. Die Volkslieder dieser Zeit waren meist sehr traurig und nostalgisch, die Musik geht uns immer noch zu Herzen. Meine Eltern und Großeltern sangen diese Lieder. So wuchs ich im Grunde Shōwa Kayō hörend auf." "Ich wollte schon immer Musik mit Shōwa-Elementen machen. Deshalb begann ich, für das Trio Shōwa-Folksongs im Stil europäischer Improvisationsmusik und mit meiner eigenen Stimme zu arrangieren. Das hat gut funktioniert und lässt einem in der Musik so viel Raum..."

Das Album beginnt und endet mit Kenji Miyazawas "Hoshi Meguri No Uta" ("The Star-Circling Song"). Der Dichter, Schriftsteller, Landwirt und Cellist Miyazawa (1896-1933), vielleicht am bekanntesten für seine surrealen Kinderbücher, schrieb nur wenige Lieder. Dieses, sagt Shinya, "hat die Atmosphäre eines mystischen Raums. Ich fühle mich seinen Werken und der Welt, die er in seinen Schriften und seiner Musik erschuf, verbunden."

Eines der beliebtesten Lieder der Shōwa-Ära ist "Ai San San". Das Stück stammt von dem 1944 geborenen Kei Ogura und wurde durch die legendäre Diva Hibari Misora (1937-89) bekannt gemacht. In der Interpretation des Trios legt Matthieu Bordenave sehr viel Gefühl ins Spielen der Melodie.

Das Lied, das westlichen Jazzhörern vielleicht am vertrautesten sein dürfte, ist "Kōjō No Tsuki" von Rentarō Taki. Thelonious Monk spielte dieses Stück auf seinem Album "Straight, No Chaser" als "Japanese Folk Song". "Jedes japanische Kind lernt dieses Lied in der Schule", berichtet Shinya. "Die Melodie des Liedes ist sehr japanisch. Deshalb sticht es heraus und klingt immer noch sehr authentisch, obwohl ich es mit anderen Harmonien versehen und neu arrangiert habe." Shinya Fukumori bindet das Stück hier in seine "Light Suite" ein und lässt es nahtlos in seine eigenen Kompositionen übergehen.

Eine weitere "Coverversion" gibt es von "Mangetsu No Yube" ("Full Moon Night"), das Takashi Nakagawa und Hiroshi Yamaguchi nach dem schweren Hanshin/Kōbe-Erdbeben von 1995 schrieben. Es ist ein Lied der Hoffnung für düstere Zeiten. "Es ist wichtig für mich, das Lied zu spielen, um mich daran zu erinnern", sagt Shinya. "Darüber hinaus möchte ich diese Musik spielen, weil es einfach ein wunderschöner Song ist."

Mit dem Shinya Fukumori Trio hat ECM erstmals seit 1969 wieder eine Band unter Vertrag, die so wie das Label in München zu Hause ist. (Zur Erinnerung: als der amerikanische Pianist Mal Waldron mit seinem Trio das allererste ECM-Album "Free At Last" einspielte, lebte er in der Isar-Metropole.) Wie Fukumori sind auch seine beiden Trio-Partner Bandleader, die sowohl in der lokalen Szene als auch international aktiv ist. Walter Lang, der seit 1999 sein eigenes Trio unterhält und parallel im Trio ELF spielt, arbeitet seit einigen Jahren intensiv im Duo mit dem Saxophonisten Lee Konitz. Matthieu Bordenave wiederum leitet die Band b (mit Peter Omara, Henning Sieverts und Shinya Fukumori) und tritt im Duo mit dem Gitarristen Geoff Goodman auf.

Matthieu Bordenave, Tenorsaxofon, Klarinette
Walter Lang, Klavier
Shinya Fukumori, Schlagzeug




Shinya Fukumori
Der Komponist/Schlagzeuger Shinya Fukumori ist bekannt für seine melodische und rhythmische Auffassung und Vorgehensweise am Schlagzeug. Eine weitere, herausragende Eigenschaft von ihm, ist sein einzigartiger und sensibler Umgang mit dem Becken, durch den ein einzigartiger, unverwechselbarer Sound entsteht.

Der in München lebende Schlagzeuger Shinya Fukumori ist in Osaka/Japan geboren und aufgewachsen. Mit 17 Jahren hat er in den USA das Brookhaven College und die University of Texas at Arlington besucht.

Er studierte Musik auf Berklee College of Music in Boston, MA und schloss sein Studium mit »magna cum laude« und weiteren bemerkenswerten Auszeichnungen erfolgreich ab.

Mit dem Ziel sich seinen Stil musikalisch weiterzuentwickeln, ging Shinya Fukumori kurze Zeit später nach Europa. Hier hat er sein Repertoire erweitert, hat neue Situationen und Stilrichtungen kennengelernt und sich ständig verbessert. Er gab weltweite Konzerte, u.a. in Deutschland, Estland, Rumänien, Belgien, Schweiz, Mexiko, Japan und den USA.

Im April 2017 hat er mit seinem Trio sein Debüt-Album aufgenommen..



Booklet für For 2 Akis

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