Cover None but the Lonely Heart

Album Info

Album Veröffentlichung:
2019

HRA-Veröffentlichung:
17.10.2019

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840 - 1893): Violin Concerto in D Major, Op. 35, TH 59:
  • 11. Allegro moderato18:38
  • 22. Canzonetta. Andante06:19
  • 33. Finale. Allegro vivacissimo10:03
  • Pyotr Ilyich Tchaikovsky:
  • 4Lensky's Aria (Arr. Auer / Orch. Rot)06:35
  • 56. None but the Lonely Heart (Arr. Elman)03:01
  • 63. Mélodie (Ed. Herrmann)03:20
  • 76. Valse sentimentale. Tempo di Valse02:19
  • Souvenir d'un lieu cher, Op. 42:
  • 81a. Méditation. Introduction (Orch. Glazunov)01:02
  • 91b. Méditation (Orch. Glazunov)09:28
  • Pyotr Ilyich Tchaikovsky:
  • 10Valse-Scherzo, Op. 34, TH 58 (Arr. Bezekirsky)05:45
  • Total Runtime01:06:30

Info zu None but the Lonely Heart

Ungewöhnliche Reife spiegelt sich in den Tschaikowsky-Interpretationen von Daniel Lozakovich. None but the Lonely Heart, das am 18. Oktober 2019 von Deutsche Grammophon veröffentlicht wird, bezeugt sie. Auf dem zweiten DG-Album des 18-jährigen Geigers ist eine Live-Aufnahme des Violinkonzerts von Tschaikowsky mit dem National Philharmonic Orchestra of Russia unter der Leitung des Dirigenten und Geigers Vladimir Spivakov zu hören; schon 2010 gab Lozakovich mit ihm sein Debüt als Solist. Das Album enthält außerdem Tschaikowskys Méditation für Violine und Orchester und Arrangements von zwei Vokalstücken: der Arie des Lenski aus Eugen Onegin und die Romanze op. 6 Nr. 6, »Nur wer die Sehnsucht kennt«.

»Die Aufnahmen des Konzerts im Moskauer Swetlanow-Saal liefen wie von selbst«, sagt Daniel Lozakovich. »Während ich mit Vladimir Spivakov und der Russischen Nationalphilharmonie auf der Bühne stand, spürte ich wirklich die russische Seele ihres Klangs. Meine Lieblingsinterpretation von Tschaikowskys Violinkonzert war immer die Aufnahme von Spivakov. Nachdem wir das Werk nun eingespielt hatten, sagte er zu mir: ›Ich habe dieses Konzert die letzten 50 Jahre gespielt. Jetzt wirst du die nächsten 50 Jahre mit diesem Konzert beschäftigt sein.‹ Das hat mir viel bedeutet. Spivakov war der erste Dirigent, mit dem ich gearbeitet habe, der erste, der an mich glaubte und mich förderte, und ich war begeistert, als ich vor drei Jahren den ersten internationalen Vladimir-Spivakov-Wettbewerb gewann. Danach spielte ich unter seiner Leitung und mit diesem Orchester erstmals das Tschaikowsky-Konzert. All diese Debüts trugen zum Gefühl der Verbundenheit bei, ich wollte, dass es sich in der Aufnahme spiegelt. Sie entstand genau an dem Ort, wo wir vor neun Jahren zum ersten Mal gemeinsam spielten.«

Selbst familiär in Russland verwurzelt und trotz seines Alters zutiefst fähig sich in Tschaikowskys melancholisches Wesen einzufühlen, gelingen Lozakovich Interpretationen von gewaltiger emotionaler Intensität. Den freien Ausdruck seines Spiels, erklärt er, verdanke er seinem Unterricht bei Lehrern, die noch unter dem alten Sowjetsystem der Musikerziehung ausgebildet wurden. »Meine Geigenlehrer waren vertraut mit der Sowjetunion. Sie studierten in Moskau oder St. Petersburg und erlebten noch die glorreiche alte russische Tradition.«

Mit dieser Tradition ist auch Lozakovich verbunden, seine Eltern kamen beide aus ehemaligen Sowjetrepubliken. Doch zugleich sind im Stammbaum der Familie acht Nationalitäten verzeichnet, eine kosmopolitische Mischung, die sich auch in Tschaikowskys Musik finde, wie Lozakovich erklärt. »Natürlich sind seine Kompositionen sehr russisch, und das ist auch immer zu spüren. Aber sein Werk hat eine Kultiviertheit und Eleganz, die ich mit Frankreich assoziiere, und dann dieser deutsche Kompositionsstil. In diesem Sinn ist seine Musik international – sie spricht zu allen Menschen.«

None but the Lonely Heart gibt der Schwermut Ausdruck, die Tschaikowskys Musik zugrunde liegt und die doch oft ins Bewusstsein dringt. Distanz zur Welt und der innere Aufruhr, den seine unselige Heirat 1877 auslöste, durchziehen die Werke, die Lozakovich ausgewählt hat. »Tschaikowsky schrieb sein Violinkonzert 1878 in Clarens am Genfer See«, sagt der Geiger. »Er fuhr in die Schweiz, um sich von dem Unglück seiner Heirat zu erholen, und skizzierte dort das Werk in nur drei Wochen. Es lenkte ihn von der Realität ab und von seinen düsteren melancholischen Gefühlen. Darum ist ›None but the Lonely Heart – Nur wer die Sehnsucht kennt‹ gewissermaßen das Motto dieses Albums. Das Violinkonzert kann den Zuhörer manchmal in seiner Extrovertiertheit packen, aber bei der Romanze geht Tschaikowsky ganz nach innen. Man versteht das Gefühl des völligen Alleinseins. ›Nur wer die Sehnsucht kennt‹ ist die Stimme des Herzens.«

Daniel Lozakovich, Violine
Russian National Philharmonic
Vladimir Spivakov, Dirigent




Daniel Lozakovich
Das eindrucksvolle Spiel des Geigers Daniel Lozakovich wird von Kritikern und Publikum in hohem Maße anerkannt. »Perfekte Meisterschaft. Ein außergewöhnliches Talent«, urteilte Le Figaro kürzlich nach einer Aufführung, und The Boston Globe rühmte das »Höchstmaß an Selbstvertrauen, Reinheit des Tons und Technik« bei seinem Debüt mit dem Boston Symphony Orchestra und Andris Nelsons in Tanglewood im Juli 2017.

Daniel Lozakovich kam 2001 in Stockholm zur Welt und begann mit fast sieben Jahren Geige zu spielen. Zwei Jahre später gab er mit dem Staatlichen Kammerorchester »Moskauer Virtuosen« und Vladimir Spivakov in Moskau sein Debüt als Solist. In der Folge spielte Daniel unter anderem mit den Philharmonischen Orchestern von Stockholm, Moskau und Liverpool, dem Orchestre National de France und dem Symphonieorchester des schwedischen Rundfunks.

Seine außerordentliche Begabung wurde durch Unterricht bei Josef Rissin an der Hochschule für Musik Karlsruhe gefördert; zur Zeit wird er künstlerisch von Eduard Wulfson betreut. Der junge Schwede hatte bereits Aufsehen in der Fachwelt erregt, lange bevor er im Mai 2016 seinen internationalen Durchbruch erzielte: Er sorgte weltweit für Schlagzeilen als Gewinner des internationalen Vladimir Spivakov-Wettbewerbs und kurz darauf, als er, einer Wiedereinladung folgend, als Solist mit dem Mariinski-Orchester und Valery Gergiev beim Abschlusskonzert der 15. Moskauer Osterfestspiele spielte. Mehrfach hat er seither wieder mit diesem Orchester gearbeitet und im November 2016 spielte er unter Gergiev erstmals mit den Münchner Philharmonikern beim Eröffnungskonzert des Festivals »MPHIL 360°«.

Inzwischen arbeitet er regelmäßig mit führenden Orchestern wie der Russischen Nationalphilharmonie, dem Orchestre de la Suisse Romande, Gothenburg Symphony Orchestra, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai und Orchester der Komischen Oper Berlin sowie mit einigen der renommiertesten internationalen Dirigenten wie Ádám Fischer, Vasily Petrenko, Leonard Slatkin, Marc Albrecht, Robin Ticciati und Lahav Shani. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Emanuel Ax, Renaud Capuçon, Khatia Buniatishvili, Seong-Jin Cho, Martin Fröst, Shlomo Mintz und Maxim Vengerov.

Daniel unterschrieb im Juni 2016 einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon, kurz nach seinem 15. Geburtstag. Dieser Vertrag machte ihn zum jüngsten Mitglied der DG-Künstlerfamilie. Er bestätigte zugleich seinen Status als urwüchsiges Talent, als Ausnahmekünstler, gesegnet mit einer überwältigenden Vielfalt an Ausdruck und musikalischen Fähigkeiten. Als Vorgeschmack auf die Arbeit für das gelbe Label lud ihn sein DG-Kollege Daniel Hope ein, gemeinsam eine Auswahl von Bartóks Duos für zwei Violinen für Hopes Album My Tribute to Yehudi Menuhin aufzunehmen. Lozakovichs erstes komplettes Album für Deutsche Grammophon entstand mit dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und erscheint im Juni 2018. Es enthält Bachs zwei Konzerte für Violine und Orchester (BWV 1041 und 1042) und seine Partita Nr. 2 in d-Moll für Solovioline (BWV 1004).

Im Juli 2017 gab Daniel Lozakovich sein gefeiertes Debüt mit dem Boston Symphony Orchestra und Andris Nelsons beim Tanglewood Festival. In der laufenden Saison spielte er bereits Mozarts Violinkonzert Nr. 3 KV 216 mit dem Philharmonischen Orchester Stockholm und Semyon Bychkov (Oktober 2017), gab sein Pariser Debüt in einer Aufführung von Beethovens Violinkonzert mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und Krzysztof Urbański (Dezember 2017) und spielte Bruchs Violinkonzert Nr. 1 mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und Tugan Sokhiev (Januar 2018). Im Juni steht Mendelssohns Violinkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester und dessen Musikdirektor Andrés Orozco-Estrada an verschiedenen Orten in Japan auf seinem Programm. Weitere Höhepunkte im Jahr 2018 sind Recitals in der Salle Gaveau, der Fondation Louis Vuitton und im Théâtre des Champs-Elysées in Paris, in der Züricher Tonhalle und im Mailänder Conservatorio di Musica »Giuseppe Verdi«; sein erster Auftritt im New Yorker Lincoln Center mit dem Mostly Mozart Festival Orchestra und Louis Langrée; sowie Auftritte bei den Sommets musicaux de Gstaad und dem Verbier Festival.



Booklet für None but the Lonely Heart

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