Munich Radio Orchestra & Andreas Kowalewitz


Biographie Munich Radio Orchestra & Andreas Kowalewitz


Andreas Kowalewitz
wurde in Hannover geboren und absolvierte ein Klavier- und Dirigierstudium an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. 1985 wurde er zunächst als Kapellmeister und Solorepetitor ans Staatstheater Kassel engagiert, wo er in Folge zum Ersten koordinierten Kapellmeister aufstieg und u. a. die Uraufführung von Wolfgang-Andreas Schultz’ Oper »Achill unter den Mädchen« sowie die europäische Erstaufführung von Dominick Argentos »The dream of Valentino« leitete. Daneben assistierte er Sylvain Cambreling am Théâtre de la Monnaie in Brüssel bei »Der Ring des Nibelungen« und betreute die Produktion als Assistenzdirigent auch an der Oper Frankfurt.

1996 wechselte Andreas Kowalewitz als Stellvertretender Generalmusikdirektor an die Städtischen Bühnen Nürnberg, wo er u. a. die deutsche Erstaufführung von »The Death of Klinghoffer« von John Adams leitete. 2003–2020 war er als Kapellmeister am Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert und dirigierte hier zahlreiche Stücke in allen Sparten des Musiktheaters, wie »Romeo und Julia«, »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, »La Cage aux Folles«, »Das schlaue Füchslein«, »Das Dschungelbuch«, »Der Bettelstudent«, »Cabaret«, »Kifferwahn«, »Tschitti Tschitti Bäng Bäng«, »Bussi – Das Munical«, »Das Lächeln einer Sommernacht« sowie die Uraufführungen von »Frau Schindler«, »Pumuckl«, »Drei Männer im Schnee« und »Gefährliche Liebschaften«, wofür er mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2015 für die »Beste Musikalische Gestaltung« ausgezeichnet wurde.

Weitere Engagements als Dirigent führten ihn u. a. ans Pult der Bochumer Symphoniker, des Münchner Kammerorchesters, der Münchner Symphoniker, des WDR-Rundfunkorchesters, der Württembergischen Philharmonie, der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern, dem Staatsorchester Athen sowie an die Oper Bonn. Als Arrangeur erhielt er Aufträge vom Sinfonieorchester des WDR, dem Chor des BR sowie den Blechbläsern der Berliner Philharmoniker.

lf Schirmer
Geboren in Eschenhausen bei Bremen, studierte er am dortigen Konservatorium sowie an der Musikhochschule in Hamburg bei György Ligeti, Christoph von Dohnányi und Horst Stein. Er war Assistent von Lorin Maazel und Hausdirigent an der Wiener Staatsoper, wo er u. a. Premieren von Berios »Un Re in ascolto«, »Erwartung« und »Raimonda« leitete.

Ab 1988 Generalmusikdirektor in Wiesbaden und Direktor für die Symphoniekonzerte am Hessischen Staatstheater, wechselte er 1991 als Resident-Dirigent an die Staatsoper Wien und beriet in den darauffolgenden Jahren auch als Konsulent die Direktion der Wiener Staatsoper. Von 1995 bis 1998 war Ulf Schirmer Chefdirigent beim Dänischen Radio-Sinfonie-Orchester in Kopenhagen. 2000 wurde er zum Professor für musikalische Analyse und Musikdramaturgie an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen.

2006 bis 2017 war Ulf Schirmer künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters, mit dem er zahlreiche Auftragswerke uraufgeführt hat. Aus dem weiten gemeinsamen Repertoire heraus entstanden über 40 CD-Produktionen, darunter neben Gesamteinspielungen auch Solistenporträts sowie Raritäten wie Humperdincks »Dornröschen« oder »Verkündigung« von Walter Braunfels. Im Rahmen seiner Konzerttätigkeit arbeitete er außerdem mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern, den Bamberger und den Wiener Symphonikern, der Staatskapelle Dresden und dem Orchestre de la Suisse Romande zusammen und hatte zahlreiche Engagements bei den Bregenzer und den Salzburger Festspielen, an der Staatsoper Wien, dem Gewandhaus Leipzig, der Grazer Oper, der Deutschen Oper Berlin, der Pariser Opéra Bastille, der Mailänder Scala, in Tokio, Genf und Israel.

An der Oper Leipzig studierte er 2005/06 »Parsifal« ein. 2009/10 wurde Ulf Schirmer Generalmusikdirektor und übernahm ab der Spielzeit 2011/12 zusätzlich die Intendanz der Oper Leipzig. Seitdem legte er einen Schwerpunkt auf die Werke Richard Wagners und Richard Strauss’, u.  a. »Die Feen« in Kooperation mit den Bayreuther Festspielen, »Der Ring des Nibelungen«, »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg«, »Der fliegende Holländer«, »Tristan und Isolde«, »Ariadne auf Naxos«, »Elektra«, »Die Frau ohne Schatten«, »Arabella« und »Salome«. Darüber hinaus übernahm er die Einstudierungen von »Hänsel und Gretel«, »Macbeth«, »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, »Charleys Tante« im Spiegelzelt, »Lulu« und »La fanciulla del West« – neu in der Spielzeit 2020/21: »Lohengrin« in einer gekürzten Version und die Uraufführung »Paradiese«. Ein weiterer Lichtblick in der Corona-Spielzeit 2020/21: Die unter seiner Verantwortung erfolgreich sanierte Musikalische Komödie kann im Frühjahr 2021 wiedereröffnet werden.

Im Sommer 2022 wird Prof. Ulf Schirmer seine Zeit an der Oper Leipzig nach 11 Jahren Intendanz und seiner 13. Spielzeit als Generalmusikdirektor mit dem Festival Wagner 22 beenden.



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